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EXPERT TIPS

Scandi-Blond: Eine Trend-Haarfarbe im Porträt

Die Skandinavierinnen gelten als Trendsetterinnen und Wegbereiterinnen nordischer Nonchalance. Kein Wunder, dass der Color-Trend Scandi-Blond sich auch in unseren Breitengraden durchgesetzt hat. Wir stellen das angesagte nordische Blond vor.

Was macht die schwedenblonde Haarfarbe so begehrenswert?

Scandi-Blond muss vor allem eines sein: natürlich. Genau wie cooles Platinblond hat Skandinavienblond kühlere Untertöne und kommt oft mit gezielt gesetzten Highlights daher. Je nach Wunsch können die aufgehellten Strähnen ums Gesicht herum, im Deckhaar oder in die Längen hineingesetzt werden. Wichtig ist nur, dass sie nicht deutlich heller sind, sondern sich subtil und natürlich vom Grundton abheben.

Wem steht Scandi-Blond?

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Scandi-Blond schmeichelt vor allem hellen Hauttypen.

Im Gegensatz zu farbenfrohen Trend-Colorationen wie Pastel-Hair passt Scandi-Blonde zu jedem Outfit oder Make-up. Wem steht die Trendfarbe besonders? 

  • Helle Hauttypen sind wie geschaffen für Scandi-Blond. Besonders Frauen mit porzellanartiger, rosiger oder sehr heller Haut mit kühlen Untertönen können skandinavische Blondtöne perfekt tragen. Die natürliche Blässe wird durch das kühle Blond nicht überstrahlt, sondern harmonisch ergänzt.

  • Helle Augenfarben wie Blau, Grau oder helles Grün bilden die ideale Kombination zu Scandi-Blond. Diese Farbkombination wirkt besonders authentisch und natürlich – ganz im Sinne des nordischen Looks.

Aber auch andere Typen können sich an nordisch blonde Haare wagen:

  • Mittlere Hauttypen mit neutralen oder leicht kühlen Untertönen können ebenfalls zu Scandi-Blond greifen. Wichtig ist die richtige Nuancierung: Wählen Sie eine etwas wärmere Variante mit sanften Goldreflexen, um einen harmonischen Gesamtlook zu erzielen.

  • Dunkle Augenfarben wie Braun oder Haselnuss können einen reizvollen Kontrast zum Schwedenblond bilden. Dieser Look wirkt modern und unkonventionell, sollte aber professionell umgesetzt werden, um nicht künstlich zu wirken.

Wann Sie vorsichtig sein sollten:

  • Sehr warme Hauttypen mit goldenen oder olivfarbenen Untertönen sollten bei klassischem Scandi-Blond zurückhaltend sein. Die kühlen Blondtöne können hier schnell unvorteilhaft wirken und den Teint fahl erscheinen lassen. In diesem Fall sind wärmere Blondnuancen wie Honigblond oder Butterblond die bessere Wahl.

  • Sehr dunkle Naturhaarfarben erfordern einen aufwendigen Aufhellungsprozess, der das Haar stark strapazieren kann. Suchen Sie unbedingt einen professionellen Salon auf und lassen Sie sich über schonendere Alternativen wie Balayage beraten.

In jedem Fall sollte die nordische Blond-Nuance sorgfältig auf den Teint abgestimmt sein und dementsprechend kühlere oder wärmere Untertöne haben. Im Zweifel lassen Sie sich von einem erfahrenen Coloristen oder einer Coloristin beraten. Sie können Ihren Hautton genau analysieren und die perfekte Scandi-Blond-Nuance für Sie mischen – so wird das nordische Traumblond garantiert zum Erfolg.

Kann man Schwedenblond selbst färben?

Sie sind Feuer und Flamme für diesen Haarfarbentrend und möchten Ihre Haare aufhellen? Das gelingt auch zu Hause, wenn Sie das passende Produkt für Ihre Bedürfnisse wählen. Bei hell- bis dunkelblondem Naturhaar reicht oft eine Intensiv-Color-Creme in einer Nuance mit der Bezeichnung „Scandinavian Blonde“ oder Ähnlichem aus.

Falls Sie mit Ihrer Grundhaarfarbe zufrieden sind und sich lediglich Scandi-blonde Highlights wünschen, ist ein Balayage-Produkt eine gute Wahl. Der im Regelfall enthaltene Federpinsel ermöglicht sanfte Farbverläufe.

Was ist die Scandi-Hairline-Färbetechnik?

Neben dem klassischen Scandi-Blond hat sich in den letzten Jahren eine spezielle Färbetechnik etabliert, die den nordischen Look noch authentischer macht: die Scandinavian Hairline oder kurz Scandi Hairline. Dabei werden ausschließlich die feinen Babyhärchen rund um das Gesicht aufgehellt. Die Methode ahmt den natürlichen Effekt nach, den die Sonne bei Menschen mit natürlichem Schwedenblond erzeugt.

Die Profis im Salon kämmen zunächst das Haupthaar zurück und lassen die Babyhärchen zum Gesicht hin stehen. Anschließend wird die Blondierung mit einem Voraufheller gezielt und präzise auf die feinen Härchen am Haaransatz aufgetragen, um einen leuchtenden Effekt –auch bekannt als „Halo“-Effekt – zu erzielen.

Die Technik funktioniert auch bei dunklerem Haar, doch der Unterschied zur restlichen Haarfarbe sollte nicht mehr als zwei Nuancen betragen. Die Scandi Hairline eignet sich für alle, die ihren sonnengeküssten Look auffrischen möchten, ohne das gesamte Haar zu färben. Sie kann sowohl als eigenständige Technik als auch als Ergänzung zu Balayage oder anderen Strähnchentechniken angewendet werden und verleiht jedem Haartyp einen frischen, natürlich wirkenden Sommer-Look.

Scandi-Blond pflegen und stylen

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Undone-Looks verleihen coolem Scandi-Blond die nötige Nonchalance.

Frisch blondierte Haare benötigen eine Extraportion Pflege und sollten ausschließlich mit maßgeschneiderten Produkten verwöhnt werden. Starke Aufhellungsprozesse greifen die Keratinschicht der Haare an und können Haarbruch sowie Frizz fördern und das Haar stumpf und spröde machen. Gönnen Sie Ihrem Haar nach der ersten Haarwäsche mit frisch gefärbtem Scandi-Blond am besten einmal wöchtentlich eine Repair-Kur, um die angegriffene Haarstruktur tiefenwirksam zu rekonstruieren und den verlorenen Keratinbestand wieder aufzufüllen.

Scandi-blondes Haar kommt übrigens nur groß raus, wenn es keine orange- bis gelbstichigen Farbabweichungen aufweist. Deshalb sind Spezialprodukte wie Anti-Gelbstich-Sprays oder Shampoos Pflicht.

Ob Bob, Clavi-Cut oder ultralanges Haar: Scandi-Blond passt zu jeder Haarlänge. Die Trend-Haarfarbe sollte mit einer großen Portion Lässigkeit getragen und möglichst wenig gestylt werden. Lockere Flechtfrisuren, softe Waves oder ein messy Finish sind ideal, um das kühle Blond noch nordischer wirken zu lassen.

Warum sind Skandinavierinnen und Skandinavier blond?

Die charakteristische blonde Haarfarbe der skandinavischen Bevölkerung ist das Ergebnis einer jahrtausendelangen evolutionären Anpassung an die besonderen klimatischen Bedingungen Nordeuropas:

In den nördlichen Breitengraden herrscht besonders in den Wintermonaten Lichtmangel. Helle Haut, blonde Haare und helle Augen entwickelten sich als evolutionäre Antwort auf diese Herausforderung: Sie ermöglichen eine effizientere Vitamin-D-Synthese auch bei geringer UV-Strahlung. So konnten Menschen mit heller Pigmentierung in der lichtarmen Umgebung besser überleben, da sie weniger anfällig für Vitamin-D-Mangel und dessen Folgeerkrankungen waren. Über Generationen hinweg setzte sich diese genetische Variante durch.

Heute tragen etwa 75 bis 80 Prozent der Menschen in Schweden und Norwegen das Gen für blonde Haare in sich, auch wenn nicht alle naturblond geboren werden. Viele dunkeln mit dem Alter nach, weshalb das strahlende Scandi-Blond oft nur in der Kindheit und Jugend natürlich vorkommt – was den Trend zum Nachfärben zusätzlich befeuert.

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