Blonde Frau schwingt ihre langen Haare
Haarpflege | Strapaziertes Haar

Was tun gegen Haarbruch?

Erste Hilfe für geschädigtes Haar: Wenn deine Mähne strohig und brüchig ist, sind wirksame Maßnahmen gefragt. Was sind die Ursachen für Haarbruch? Wie kannst du Haarbruch stoppen? Wir gehen der Sache auf den Grund und verraten dir Tipps und Tricks, damit dein Haar dauerhaft gesund bleibt und seidig glänzt

Schönheit kommt bekanntlich von innen. Bei unseren Haaren verhält es sich nicht anders. Ist es gesund und mit guten Nährstoffen versorgt, sieht es schön aus. Was aber, wenn deine Haare abbrechen? Sprödes Haar ist nicht nur trocken und sieht ungesund aus, sondern kann zu noch mehr Haarbruch führen, wenn du es nicht behandelst. Deshalb solltest du bei Haarbruch die Ursachen herausfinden, um mit wirkungsvollen Maßnahmen entgegenzuwirken – für einen langfristigen Top-Hair-Look.  

Was ist Haarbruch?

Es gibt ein weitverbreitetes Missverständnis, das wir am besten gleich aus dem Weg räumen. Viele glauben nämlich, dass Haarbruch und Spliss das Gleiche sind. Das ist falsch: Spliss bedeutet, dass die Haarspitzen kaputt sind und sich anfangen zu spalten. Bei Haarbruch handelt es sich dagegen um stärkere Strukturschäden. Sie sind an kleinen weißen Punkten zu erkennen, die anzeigen, dass das Haar an- oder abgebrochen ist. Diese Bruchstellen können nicht bloß an den Spitzen, sondern überall im Haar vorkommen und es insgesamt spröde und strohig aussehen lassen. Prinzipiell kann Haarbruch jeder Länge und jedem Haartyp zusetzen. Besonders betroffen sind aber meistens lange und/oder empfindliche Haare, weil sie anfälliger sind.

Auf der linken Seite sieht man blondes, strapaziertes Haar und auf der rechten Seite gesundes blondes Haar
© Shutterstock / Andrey_Popov

Haarbruch rechtzeitig entgegen wirken für gesundes, glänzendes Haar.

Ursachen für Haarbruch

In der Regel entsteht Haarbruch durch äußere Einflüsse, die das Haar austrocknen, seine Flexibilität reduzieren und die Oberflächenstruktur angreifen. Neben Umweltfaktoren zählen dazu Styling-Strapazen und Pflege-Mangel. Ein kleiner Ursachenüberblick:

  • Intensives oder falsches Bürsten, Toupieren, grobes Kämmen von nassem Haar
  • Starker Druck, zum Beispiel von Gummibändern oder Haarspangen
  • Häufiges Colorieren, weil dabei die Schuppenschicht der Haare geöffnet wird
  • Chemische Behandlungen, wie beispielsweise eine Dauerwelle
  • Hitze: direkte Sonneneinstrahlung, aber auch Styling-Tools wie Föhn, Lockenstab oder Glätteisen
  • Reibung: Vor allem Schals und Pullis aus Strick können die Haarfaser aufrauen

Haarbruch stoppen - was hilft?

Ist das Haar einmal abgebrochen, ist der Schaden leider irreparabel. Doch keine Sorge, erste oberflächliche Schäden lassen sich gut kitten und mit der richtigen Pflege kannst du Haarbruch optimal vorbeugen. So geht's:

  • Spitzen schneiden: Gehe circa alle sechs bis acht Wochen zum Friseur, um dir die Spitzen schneiden zu lassen. Abgebrochene Haarenden werden auf diese Weise entfernt und das Haar sieht wieder frisch und gesund aus. 
  • Spitzenpflege: Da unsere Haarspitzen und -längen der älteste Teil unserer Haare sind und schon eine Menge erlebt haben, brauchen sie eine extra Portion Pflege. Spitzenfluide und Öle versorgen die trockenen Enden mit Feuchtigkeit sowie wichtigen Nährstoffen und kitten die Spitzen.
  • Keratin-Care: Frage deinen Friseur nach einer Keratin-Behandlung. Dabei handelt es sich um ein Glättungsverfahren aus Brasilien, bei dem das Haar mit Keratin angereichert wird. Das elastische Eiweiß ist der natürliche Hauptbestandteil unserer Haare und baut sie von innen wieder auf. Das Ergebnis: kräftiges Haar, das glatt und geschmeidig ist. Die Keratin-Kur ist für jeden Haartyp geeignet und wirkt bis zu vier Monate.
  • Tägliche Pflege: Es gibt auch Shampoos und Spülungen, die Keratin enthalten und bei regelmäßiger Anwendung vor Haarbruch schützen.
  • Rauf mit der Maske: Gönne deinen Haaren mindestens einmal wöchentlich ein Pflege-Plus in Form einer Haarmaske. Die intensive Creme enthält Repair-Wirkstoffe, die das Haar wieder gesund und geschmeidig machen. Außerdem stecken in den meisten Masken reichhaltige Öle, die Feuchtigkeit spenden.
  • Handtuch-Handling: Nasses Haar solltest du immer trocken tupfen, niemals rubbeln. Die vom Wasser aufgequollenen Haare können nämlich leichter brechen, weshalb du sie und vorsichtig behandelt solltest. Experten-Tipp: Statt klassischer Handtücher, die die Schuppenschicht aufrauen können, schwören Haarprofis auf einfache (ausgediente) Baumwollshirts. Diese schonen und lassen die Feuchtigkeit im Haar.
  • Mehr als heiße Luft: Setze auf Haartrockner mit Ionen-Technik. Diese entziehen den Haaren weniger Feuchtigkeit, weil die Ionen die Wassermoleküle im Haar kleiner aufspalten. Außerdem wird dabei die äußere Schuppenschicht der Haare versiegelt, was zusätzlichen Glanz verleiht.
  • Clever stylen mit Keramik: Achten Sie beim Kauf von Glätteisen und Lockenstab auf eine Keramikbeschichtung der Geräte. Diese sorgt dafür, dass sich die Hitze gleichmäßiger verteilt und die Styling-Tools gleiten damit sanfter durchs Haar und strapazieren weniger.
  • Guter Zug: Streiche mit der Bürste vorsichtig durch die Haare und beginne dabei immer an den Spitzen. So ziehen sich bereits verworrene Strähnen nicht noch weiter zusammen und kleinere Haarknötchen werden nicht aufgerissen. Die schonendste Wahl fürs Haar: Naturborsten (z. B. Wildschwein).
  • Kühlen Kopf bewahren: Verteile vor dem Föhnen und Stylen immer einen Hitzeschutz im Haar. Das ist ein Muss! Hohe Temperaturen können nämlich die Struktur schädigen und Haarbruch fördern. Schalte also auch gerne zusätzlich einen Gang runter, wenn sich deine Styling-Tools auf mehreren Hitzestufen einstellen lassen.
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