Bob-Frisuren: Kurzhaarschnitt mit vielen Styling-Varianten

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Der Bob als Kurzhaarfrisur ist ein echter Klassiker unter den Damenhaarschnitten. Er ist nicht nur angesagt, sondern auch praktisch und pflegeleicht. Und vielleicht sind Bob-Frisuren so beliebt, weil sie schlicht, aber nicht spießig, kurz, aber dennoch variabel sind. Welche raffinierten Bob-Frisuren es gibt, wem ein kurzer Bob steht und welche Variationsmöglichkeiten der beliebte Haarschnitt bietet, verraten wir hier.

Was versteht man unter einem Bob-Haarschnitt?

In seiner ursprünglichen Form als etwa kinnlange Frisur und mit klaren Konturen geschnitten, gilt der Bob wegen seines mühelosen Stylings als eine der beliebtesten Frisuren der Welt. Die Länge des Haarschnitts reicht mittlerweile von ohrläppchenkurz bis hin zu schulterlang. Dies bedeutet, dass Sie Ihre Gesichtsproportionen mit einer Bob-Kurzhaarfrisur wunderbar betonen können. Das liegt vor allem an immer wieder neuen Interpretationen der Frisur – etwa mit angeschrägten Seitenpartien, sogenannten Curtain Bangs, oder als kurzer Bob mit schrägem Pony.

Ein Bob ist die ideale Damenfrisur für einen Spagat zwischen casual und elegant. Ob morgens im Meeting, tagsüber beim Yoga oder abends auf einer Feier – ein Bob passt zu allem. Da der Look von Natur aus lässig und feminin ist, wirkt er im Alltag nicht overdone und am Abend nicht zu leger. Mit leichten Beach Waves lässt sich ein kurzer Bob-Haarschnitt auch sehr gut mit einem glamourösen Outfit zu einem eleganten Anlass tragen. Es ist genau diese Vielseitigkeit, die Bob-Frisuren bei Damen so beliebt macht.

Fünf gute Gründe für einen Bob:

  1. Kurze Bob-Frisuren sind pflegeleicht und praktisch.
  2. Irgendeine Bob-Frisur liegt gerade immer im Trend.
  3. Der Bob ist für jedes Alter und (fast) jeden Haartyp geeignet.
  4. Elegant, lässig oder rockig: Für jeden Geschmack gibt es die richtige Bob-Variante.
  5. Bob-Frisuren sind sehr wandlungsfähig und können je nach Lust und Laune unterschiedlich und mit recht geringem Aufwand gestylt werden.

Der Bob-Haarschnitt als Zeichen der Emanzipation

In den 1920er-Jahren avancierte der Bob zur Trendfrisur: Frauen rund um den Globus hatten es satt, den damals existierenden Bildern von Weiblichkeit immer entsprechen zu müssen. Die erste Emanzipationswelle geriet ins Rollen und mit ihr kamen Kurzhaarschnitte für Damen, die in der damaligen Zeit als „unweiblich“ galten. Emanzipierte Frauen kürzten ihr Haar radikal: Der 20er-Jahre-Bob war geboren. Dazu trugen Frauen einen akkuraten, geraden Pony. Dass der coole Kurzhaarschnitt alles andere als männlich ist, bewiesen zum Beispiel Mode-Ikone Coco Chanel oder die Stummfilm-Stars dieser Ära.

In den 1960er Jahren feierte der kurze Bob bei den Damen sein Comeback. Auslöser waren die Jugendbewegung der Swinging Sixties und die sexuelle Revolution. Im Vergleich zu den zeitaufwendigen Frisuren, die man zum Beispiel noch in den 50er-Jahren trug, zeichnete sich der Bob durch eine ganz besondere Eigenschaft aus: Er war absolut pflegeleicht und man musste nicht mehr stundenlang vor dem Spiegel stehen.

Raffinierte Bob-Frisuren für jeden Typ

Konkurrenz für den frechen Pixie-Cut: der kurze Bob. Viele Damen haben sich auf halber Länge verliebt und zeigen, wie lässig, sexy und modern der Haarklassiker ist. Inzwischen gibt es unzählige raffinierte Bob-Frisuren mit unterschiedlichen Haarlängen, unter anderem:

  • Sehr kurzer Bob: Nicht immer muss ein Bob kinnlang sein. Wenn die Schnittkante oberhalb des Kinns etwa auf Ohrhöhe liegt, wirkt der Schnitt jung, frech und modern. Insbesondere für feines Haar ist ein kurzer Bob sehr gut geeignet.
  • Hinten angeschnittener Bob: Ein kurzer Bob, der am Hinterkopf angeschnitten und vorne demnach länger ist, bringt Bewegung in die Frisur. Ist der Bob kurz und stufig geschnitten, lassen sich die Haare besonders voluminös stylen – ideal für alle, die feines und dünnes Haar haben. Gerade im Sommer lässt sich ein Bob mit kurzem Nacken gut tragen.
  • Kurzer Bob mit Undercut: Um kurze und lange Haare zu kombinieren, ist ein asymmetrischer Bob mit Undercut ideal. Vorteil dieses Haarschnitts: Wenn Sie mit dem Gedanken einer Kurzhaarfrisur spielen, können Sie so zunächst testen, wie kurze Haare bei Ihnen wirken. Möchten Sie den Undercut einmal verstecken, lässt sich das getrimmte Haar einfach mit längeren Haarsträhnen abdecken.
  • Long Bob: Die Haarlinie liegt in diesem Fall immer unterhalb des Kinns und kann sogar über die Schultern hinausreichen. Besonders praktisch: Die Haarlänge ist beim Long Bob ausreichend, um einen Zopf zu machen.

Für wen eignet sich eine Bob-Frisur?

Frauen mit eher länglichem Gesicht sollten eine möglichst kurze Bob-Variante wählen, um den Fokus horizontal auf dem Gesicht zu halten. Ein kurzer gestufter Bob sorgt für mehr Leichtigkeit, damit die Haare voluminöser fallen und nicht schlapp herunterhängen. Wenn Sie eher kantige Gesichtskonturen haben, sollten Sie einen Bob-Schnitt mit weicher Linie wählen. Zu einer runden Gesichtsform passt eine Bob-Frisur mit viel Länge, bei dem an den Seiten das Volumen herausgenommen wird.

Auch im Hinblick auf die Haarstruktur ist eine Bob-Frisur recht genügsam. Glatten und feinem Haar verleiht ein kurzer Bob mühelos einen Wow-Effekt. Aber auch bei dickem Haar, Wellen und leichten Locken eignet sich der Kurzhaarschnitt – und zwar insbesondere kurze, stufige Bobs.

Haben Sie Wirbel oder eine zu starke Krause, wissen Sie, dass Ihre Haare schnell ein schwer kontrollierbares Eigenleben entwickeln können. Aus diesem Grund ist bei Bob-Frisuren mit Pony Vorsicht geboten. Dies führt auch schon zum einzigen No-Go in der Welt des Bobs: Frauen mit sehr krausem Haar werden an ihm keine Freude haben.

Styling-Tipps für Bob-Frisuren

Wer einen Bob trägt, hat viele Styling-Möglichkeiten: das Haar in Wellen legen, einen lässigen Out-of-Bed-Look kreieren, die Frisur glätten oder einfach Haaraccessoires verwenden. Wir geben Inspiration für verschiedene Bob-Stylings!

Generell ist eine Bob-Frisur absolut leicht zu pflegen. Einmal gut geschnitten, fällt sie fast von selbst in Form. Je kürzer und akkurater der Bob jedoch geschnitten ist, desto öfter sollte man ihn beim Friseur nachschneiden lassen. Bei einer längeren Bob-Frisur reichen Ausbesserungen etwa alle sechs bis acht Wochen.

Für das Styling eines kurzen Bobs braucht es nicht immer eine geschulte Hand. Sie können die Trendfrisur dem Anlass entsprechend auch ganz einfach selbst stylen. Da es sich um einen Kurzhaarschnitt handelt, geht das Styling eines Bobs meist recht schnell.

Kurzer Bob mit Locken

Ob softe oder definierte Wellen, eine besonders beliebte Styling-Variante ist der kurze Bob mit Locken. Der Look ist sportlich, bürotauglich und kann in Kombination mit dem richtigen Make-up und passenden Accessoires sexy und elegant, durchaus aber auch rockig wirken.

Die wellige Struktur des Bobs können Sie gezielt mit einem Lockenstab kreieren. Einfach Stylingschaum oder Lockenmousse ins feuchte oder trockene Haar kneten, nach und nach einzelne, breite Strähnen aufdrehen, ein paar Sekunden lang halten, lösen. Wenn die Locken definiert sein sollen, zum Schluss die Wellen nur mit den Fingern zurechtzupfen. Für den Undone-Look kämmen Sie das Haar mit einer Bürste oder einem grobzinkigen Kamm.

Tipp: Ein Bob mit soften Wellen kann ruhig etwas unordentlich aussehen. Man merkt dadurch auch nicht, wenn der Schnitt bereits herauswächst. Mit etwas Haarwachs oder Salzwasserspray können Sie Struktur in die Frisur bringen und einen sogenannten „Grungy Bob“ oder „Undone Bob“ ganz einfach stylen. Farbsträhnen lassen den lässigen Messy-Look zudem lebendiger wirken.

Der Sleek Bob

Glatt, gepflegt und elegant: das ist der Sleek Bob. Schon in den 90er-Jahren war der glatt gestylte Bob eine beliebte Frisur bei Businessfrauen, da er seiner Trägerin ein elegantes und seriöses Erscheinungsbild verleiht. Der akkurate Sleek Bob endet mit einer scharfen Schnittkante und kann sowohl mit einem Seiten- als auch mit einem Mittelscheitel getragen werden.

Haben Sie bereits eine glatte Haarstruktur, benötigen Sie für das Styling kaum Aufwand. Abstehende Haare bekommen Sie mit Glanzspray oder einer glänzenden Stylingcreme in den Griff. Bei lockigen Haaren sollten Sie in jedem Fall ein Hitzeschutzspray verwenden, um die Haare beim Glätten nicht zu schädigen.

Bob-Frisur hochstecken

Mit einem Bob können Sie sich und Ihre Persönlichkeit jeden Tag neu erfinden. Mit Accessoires wie Haarklammern und Spangen lassen sich auch sehr kurze Bobs schmücken oder einzelne Strähnen befestigen, damit sie beispielsweise beim Sport nicht störend ins Gesicht fallen.

Bei längeren Varianten können die vorderen Haarsträhnen auch am Hinterkopf zusammengesteckt oder als Dutt gestylt werden, wobei der Großteil des Haares offenbleibt. Auch das Hochstecken gelingt bei längeren Bob-Frisuren mit ein wenig Übung – und einem zweiten Spiegel, um den Hinterkopf beim Hochstecken der Haare im Blick zu haben. Dafür gehen Sie Strähne für Strähne vor und stecken diese zu einem Kringel am Hinterkopf zusammen.

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