Schwarzkopf Haarfarbe

Rotes Haar pflegen: Schutz allein genügt nicht

Wenn Sie nur so einen kleinen Stich ins Rote haben, genügt das normale Pflegeprogramm. Sollten Sie einen Rotschopf à la Evan Rachel Wood tragen, muss Ihr Haar gehätschelt, geschützt und mit viel Fingerspitzengefühl behandelt werden

  • Pflege rotes Haar
    Rotes Haar at its best: Schauspielerin Evan Rachel Wood
    © WireImage

    Kleiner Ausflug in die Welt der Pigmente: Letztlich bestimmt die Abmischung von nur zwei Pigmentgruppen, welche Haarfarbe wir haben: Eumelanin und Phäomelanin. Für einen roten Hauch reicht ein minimaler Bestand an Phäomelanin, einem sehr kleinen Pigment. Für eine rote Pracht muss jedoch von diesem Winzling ein Überangebot herrschen.

    Ist die Farbe mit Nachhilfe vom Friseur oder unter Eigenregie entstanden, reicht jedoch schon bloßes Spülen mit Wasser, um die Pigmente peu à peu auszuwaschen. Und auch geborene Rothaarige wissen, wie schnell ihr Haar durch Licht ausbleichen kann, denn Phäomelanin wird durch UV-Strahlen besonders schnell zersetzt. Damit das leuchtende Kupfer wirklich brillant bleibt, genügen deshalb nicht bloße Pflege und Schutz – die Farbe muss aktiv erhalten werden.

  • Rotes Haar: Sieben Tipps für die Pflege der Trendfarbe

    • Tipp 1:

      Rotpigmente, vor allem solche, die aus der Farbflasche kommen, sind lichtempfindlich. Sind sie naturgegeben, gehen sie mit dem UV-empfindlichsten Hauttyp einher. Im Sommer über Mittag die Sonne komplett meiden, ansonsten Kopfbedeckung tragen und UV-Schutzprodukte fürs Haar benutzen

    • Tipp 2:

      Bei rot gefärbtem Haar sollten Sie bis zu zwei Wochen nach dem Färben nicht ins Schwimmbad gehen. Das Chlorwasser greift die frische Farbe heftiger an als Leitungswasser

    • Tipp 3:

      Während es für Blondinen, Brünette und Weißhaarige viele kräftigende Schutzserien gibt, müssen Rothaarige meist mit allgemeinen Farbschutzserien auskommen. Sie zu benutzen, lohnt sich uneingeschränkt. Haarpflegeprodukte für coloriertes Haar haben generell einen besonders hohen Anteil an pflegenden und schützenden Inhaltsstoffen wie z.B. Anti-Oxidantien

    • Tipp 4:

      Stichwort Henna: Ob Henna zur Rotpflege geeignet ist oder nicht, hängt von den individuellen Vorlieben ab. Drogeriemärkte bieten eine Reihe Henna-Shampoos und -Spülungen an, die mit Spuren des Pflanzenextrakts für etwas mehr Rotglanz sorgen sollen

    • Tipp 5:

      Um die rote Farbbrillanz zu erhalten, können Sie zwischen den Colorationen eine Tönungswäsche in passender Farbe benutzen, sobald das Rot sichtlich erblasst

    • Tipp 6:

      Damit die Rotpigmente optimal erhalten bleiben und die Haare schön glänzen, sollten Sie einmal wöchentlich eine Kur benutzen. Die Pflegepartikel in Kuren sind (anders als die in Conditionern) so aufgebaut, dass sie regelrecht ins Haar eindringen. Dadurch schließen sie Lücken in der äußeren Schuppenschicht der Haare (Cuticula), die Rotpigmente bleiben länger im Haar

    • Tipp 7:

      Rotes Haar zieht Blicke an und heben sich gut sichtbar von der Kleidung ab. Deshalb fallen zerfranste Spitzen und Spliss hier am ehesten auf. Spätestens alle zwei Monate die Spitzen schneiden lassen