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Hitzeschutz fürs Haar

Manche mögen’s heiß – unsere Haare aber lieber nicht. Hohe Temperaturen können nämlich ihre Struktur beschädigen, was Trockenheit und Spliss zur Folge haben kann. Aber keine Sorge: Mit den richtigen Tricks, Tools und Hitzeschutz-Produkten zeigen Sie dem Haar-Burn-out die kalte Schulter. Hier sind die 10 besten Hot News auf einen Blick

Glätteisen, Föhn, Lockenstab ... Für unser Haarstyling kommen wir nicht ohne sie aus. Ob trocknen oder in Form bringen, bei der Anwendung ist immer Hitze im Spiel. Und immer fragen wir uns: Ist das schädlich? Generell gilt: Hohe Temperaturen entziehen dem Haar Wasser – und das bleibt nicht folgenlos. Die Styling-Tools erreichen eine Temperatur von bis zu 230 Grad Celsius, die auf nassem und/oder ungeschütztem Haar mikrofeine Schäden hinterlassen können.

Und hier greifen wir ein. Denn mittlerweile gibt es genug Möglichkeiten, das Haar zu schützen. Keine Angst vor heißer Luft und heißen Eisen: Wir haben die zehn besten Tipps, mit denen Sie einen kühlen Kopf und schönes Haar bewahren:

  1. Gesund pflegen
    Im Allgemeinen ist gesundes Haar schon mal besser vor Hitze geschützt, als bereits geschädigtes. Die Schuppenschicht gut gepflegter Haare liegt flach an. Die glatte Oberfläche lässt sich reibungsloser – und damit schonender – föhnen und stylen. Ihr Ziel also bei vorhandenen Schäden im Haar: gesund pflegen! Mit speziellen Repair-Serien lassen sich zum Beispiel splissige Spitzen wieder gut kitten.
  2. Schonwaschgang
    Wählen Sie für Ihr Haar immer den Schongang: Mit lauwarmem Wasser verliert es bei der Wäsche weniger Feuchtigkeit. Um die von der Nässe aufgequollene (und dadurch empfindliche) Schuppenschicht der Haare wieder zu schließen, spülen Sie Ihren Schopf ganz zum Schluss mit kaltem Wasser aus. Das glättet die Haarfasern.
  3. Trocken tupfen
    Tupfen Sie Ihr Haar mit dem Handtuch trocken. Rubbeln ist ein No-Go, weil es die Schuppenschicht aufraut und Frizz verursachen kann. Extra-Tipp: Noch schonender sind übrigens Baumwoll-Shirts. Nasses Haar darin einwickeln und antrocknen lassen. Das zaubert den Conditioner-Effekt.
  4. Styling-Tools
    Investieren Sie in gute Styling-Geräte – Ihr Haar wird es Ihnen danken:
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    Die neuen Generationen von Glätteisen, Lockenstab & Co. verfügen über mehrere Wärmestufen, deren Temperaturen sich präzise einstellen und regulieren lassen. Auf diese Weise bleibt die zugeführte Hitze möglichst gering und jeder Haartyp – von fein bis dick – bekommt die richtige Dosis.
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    Besondere Beschichtungen (z. B. aus Keramik) sorgen bei den neuen Geräten dafür, dass die Haare gleichmäßig und sanft erhitzt werden. Außerdem sind sie äußerst stoß- und kratzfest, so gleiten die Tools reibungsloser über die Haare. Übrigens: Beim Glätten das Eisen nicht fest drücken und ziehen, sondern ganz sanft über die Strähnen gleiten lassen.
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    Moderne Ionen-Technologie und Infrarothitze, mit denen viele Styling-Helfer von heute ausgestattet sind, sorgen für noch mehr Glanz im Haar. Außerdem wird die elektrische Aufladung reduziert, fliegendes Haar ist von gestern.
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    Spezielle Sensoren, die in Lockenstab und Glatteisen integriert sind, können die optimale Temperatur konstant halten. Somit verteilt sich die Hitze vom Haaransatz bis zu den Spitzen gleichmäßig.
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    Das Glätteisen der Haarlänge anpassen? Ja, die heißen Eisen gibt es nämlich in unterschiedlichen Breiten (im Durchschnitt sind es 3 bis 4 cm), die jeweils für verschiedene Längen besser geeignet sind. Eine schmale Variante von rund 2,5 bis 4 cm Breite ist ideal für kurzes, aber auch für glattes Haar. Lange Mähnen glätten Sie lieber mit Stylern, die 5 bis 7,5 cm breite Platten haben.
  5. Wärmeregulation
    Passen Sie den Wärmegrad der Styling-Tools Ihrer Haarstruktur an, feines Haar braucht und verträgt zum Beispiel weniger Hitze als stark gelocktes. Für dünne Haare reicht eine Temperatur von 150 Grad Celsius, normale Haare brauchen zwischen 150 und 190 Grad Celsius. Um dickeres und/oder lockiges Haar zu bändigen, kann (und muss meistens) sogar noch etwas mehr Hitze ins Spiel kommen.
    Fangen Sie im Zweifel immer mit niedrigen Temperaturen an und steigern die Wärmestufe, falls nötig.
  6. Trockenzustand
    Für das Styling sollten Ihre Haare unbedingt in einem trockenen Zustand sein. Zum einen klappt es dann schneller, zum anderen ist es schonender. Beim Waschen quillt das Haar nämlich auf und bietet der Hitze somit mehr "Angriffsfläche". Tragen Sie also schon vor dem Föhnen ein Hitzeschutzprodukt auf. Dieses umhüllt das Haar und bereitet es bestens auf die Style-Anwendung vor. Achten Sie darauf, Spray, Fluid & Co. großzügig und nicht nur oberflächlich zu verteilen, damit jedes einzelne Haar gut geschützt ist.
  7. Extraschutz
    Die neuesten Schutzschilde machen Ihr Haar nicht nur hitzefest, sie können noch mehr. Es gibt zum Beispiel spezielle Produkte für unterschiedliche Haartypen (fein, coloriert, gelockt) oder Wunschergebnisse (glatt, wellig usw.). Einige Hitzeschutzprodukte (Spray, Schaum) sind wahre Multitalente: Sie pflegen, bringen starken Halt, fungieren als UV-Filter und reduzieren Frizz. Manche lassen das Haar sogar schneller trocknen, was die Styling-Phase und somit den Hitzegrad und -dauer verkürzt.
  8. Richtig föhnen
    Verwenden Sie beim Trocknen einen Föhnaufsatz. Dadurch verteilt sich die heiße Luft besser und der Abstand zum Haar vergrößert sich. Wenn Sie Ihre Haare nur trocknen möchten, konzentrieren Sie sich auf den Oberkopf und lassen die Spitzen aus. Als ältester Teil des Haares, haben sie bereits viel Styling-Hitze erfahren und müssen besonders geschont werden. Wenden Sie als Zusatzschutz Beauty-Öl an. Schöner Nebeneffekt: Die Spitzen werden mit Pflege und Glanz verwöhnt.
  9. Kaltluftschalter
    Nutzen Sie die Kaltlufttaste Ihres Haartrockners zum schnellen Anföhnen nach dem Styling. Der kühle Luftstrahl sorgt dafür, dass die Frisur auch später lange standhält. Außerdem beruhigt das Cool-down die Kopfhaut und kann das Nachfetten verhindern (das Aus für jegliches Volumen).
  10. Stellungswechsel
    Wenden Sie Glätteisen und Lockenstab nie zu lange auf einer Stelle an, die Hitzebelastung wird sonst zu stark. Nach der Glättung oder dem Wellen, die jeweilige Partie kurz erkalten lassen, dann hält auch die Formgebung besser.
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