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Schwarzkopf Haarhilfe

Schuppen - weg damit!

Schuppen
Schuppen - Auskämmen allein genügt nicht
© Getty Images

Weiße Schüppchen auf dunkler Kleidung – das nervt. Unser Haarexperte Dr. Edo Hoting verrät, wie Sie schnell Schluss mit den lästigen Begleitern auf dem Kopf machen

  • Zunächst einmal: Schuppen müssen Ihnen nicht peinlich sein. Die Hälfte aller Menschen hat irgendwann einmal Probleme mit dem unschönen Geriesel. Eigentlich ist die Schüppchenbildung sogar ein ganz normaler und gesunder Prozess. Unsere Haut erneuert sich ständig. Dabei sterben alte Zellen in rund 28 Tagen ab, um Platz für neue, junge zu schaffen. Normalerweise bemerkt man das gar nicht, da die Zellen mikroskopisch klein sind und mit dem Auswaschen verschwinden. Sichtbar werden sie erst bei einer Überproduktion von Hornzellen.

    Mit einer trockenen Kopfhaut hat das nicht immer etwas zu tun, auch Menschen mit fettigem Haar können unter Schuppen leiden. Unser Haarexperte Dr. Edo Hoting bringt Sie auf den neuesten Stand der Forschung.

  • Schwarzkopf: Jeder Mensch hat Schuppen auf dem Kopf, weil sich auch die Kopfhaut ständig erneuert. Warum rieseln sie bei einigen Menschen eigentlich so stark, dass man sie auf der Kleidung sieht?

    Dr. Eno Hoting: Die Kopfhaut wird bei allen Menschen von einem bestimmten Hefepilz (Pityrosporon ovale) besiedelt. Wenn sich vermehrt Keime auf der Haut befinden, wird diese durch Stoffwechselprodukte des Hefepilzes gereizt und reagiert mit einer vermehrten Schuppenbildung.
    Die Schuppenbildung hängt auch von individuellen Faktoren, Lebensalter und klimatischen Bedingungen ab. Lichtmangel, insbesondere Mangel an UV-Licht in den Wintermonaten, begünstigt die Schuppenbildung. Pflegegewohnheiten spielen eine zusätzliche Rolle: Werden die Haare zu selten gewaschen, wird die Schuppenbildung auffällig.

    SK: Wann muss man bei Schuppen zum Hautarzt gehen?

    EH: Wenn sich zu den Schuppen juckende Hautrötungen einstellen, kann das ein Zeichen für eine Entzündung der Kopfhaut sein. Auch bestimmte Hauterkrankungen, wie zum Beispiel eine Neurodermitis oder eine Schuppenflechte, können zur Schuppenbildung führen. In diesen Fällen sollte man sich unbedingt von einem Hautarzt behandeln lassen.

    SK: Schuppen und Juckreiz – gehört das zwangsläufig zusammen?

    EH: Nein. Leichte Schuppenbildung verläuft ohne weitere Symptome. Erst bei stärkerer Schuppenbildung kommt es auch zu Juckreiz.

    SK: Können häufiges Haarewaschen oder hartes, kalkhaltiges Wasser die Schuppenbildung fördern?

    EH: Klima-Faktoren und andere Umweltbedingungen können die Schuppenbildung beeinflussen. Trockene Heizungsluft und wenig Sonnenlicht im Winter fördern die Schuppenbildung. Auch zu häufiges heißes Föhnen kann die Kopfhaut austrocknen und eine Schuppenbildung auffällig werden lassen. Die Wasserqualität, insbesondere die Wasserhärte (Kalkgehalt) des Wassers, spielt jedoch keine Rolle, da moderne Shampoos im Gegensatz zu Seifen auch bei hartem Wasser eine gute Reinigungs- und Pflegewirkung entfalten. Schuppenbildung ohne weitere störende Begleitsymptome ist keine Krankheit, sondern kann durch geeignete kosmetische Pflegemaßnahmen und insbesondere durch Anti-Schuppenshampoos wirkungsvoll und langanhaltend beseitigt werden.

    SK: Kann man bei einer fettigen Kopfhaut trotzdem Schuppen bekommen?

    EH: Ja. Bei gesteigerter Tätigkeit der Talgdrüsen werden die Schuppen durch den Hauttalg, das sogenannte Sebum, zusammengehalten, sind aber dennoch vorhanden.

    SK: Muss man Anti-Schuppen-Shampoos dauerhaft verwenden, wenn man einmal Schuppenprobleme hatte?

    EH: Nein, mit der richtigen Pflege lassen sich Schuppen schnell und dauerhaft beseitigen. Es ist also nicht notwendig, ein Leben lang auf Anti-Schuppen-Shampoos umzusteigen. Sollte man Schuppen bekommen, lassen sie sich zuverlässig mit hochwirksamen Anti-Schuppen-Shampoos bekämpfen. Dazu stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Zink-Pyrithion zum Beispiel bekämpft den Hefepilz, vermindert dadurch die Keimbesiedelung auf der Kopfhaut und damit auch die Neubildung von Schuppen.

    SK: Sind Anti-Schuppen-Shampoos nicht sehr aggressiv zum Haar?

    EH: Nein, man kann Anti-Schuppen-Shampoos ohne Bedenken regelmäßig verwenden und sie auch ruhig etwas länger auf dem Kopf lassen (ca. zwei Minuten) – so hat der Wirkstoff mehr Zeit einzuwirken. Zudem empfehle ich häufiges Waschen, um die abgelösten Schuppen gut zu entfernen. Für optimale Ergebnisse sollte man ergänzend ein Haarwasser oder Tonic anwenden. Diese Leave-in Produkte wirken nachhaltig gegen bestehende Schuppen und unterstützen die Wirkung des Anti-Schuppen Shampoos.

  • Was Sie selbst aktiv gegen Schuppen tun können

    • Vermeiden Sie jegliche Reizung der Kopfhaut, sei es durch zu heißes Wasser beim Waschen, kräftigen Rubbeln mit dem Handtuch, harte Bürsten oder zu heiße Föhnluft
    • Vermeiden Sie in Schuppenzeiten eine zusätzliche Belastung der Kopfhaut durch Färben, Glätten oder Dauerwellen
    • Anti-Schuppen-Shampoos können trockenes, strapaziertes Haar noch ein wenig mehr austrocknen. Verwenden Sie deshalb für die Längen und Spitzen nach jedem Waschen eine Spülung oder Kur
    • Eine schlechte Ernährung oder dauerhafter Stress verursachen für sich allein zwar keine Schuppen, können das Problem möglicherweise aber noch verstärken
  • Passende Produkte gegen Schuppen:

    Für die tägliche Haarwäsche >> Schauma Anti-Schuppen Shampoo

    Der Kopfhautspezialist >> Seborin gegen Schuppen

  • Weblinks zum Thema Schuppen

    Umfangreiches Themenspecial zu Schuppen >> netdoktor.de

    Hilfe gegen Schuppen (mit Video) >> n24.de