Haarstyling | Männer

Fade Haircuts

Wie klassische Männerhaarschnitte einen modernen Anstrich bekommen? Ganz einfach, sie machen sich dünn! Ausblenden ist jetzt das Stichwort: Die sogenannten Fade-Frisuren, bei denen die Seiten von oben nach unten immer kürzer geschnitten oder rasiert sind, haben das Zeug zum Herrenhaar-Hit 2016. Wir zeigen die Top-Cuts

Eine Frisur mit Geschichte! Kurz getrimmte Haare, nur am Oberkopf leicht ausgewachsen – diesen Look machten die amerikanischen Gis in den 1940er- und 1950er-Jahren populär. Das Heldenhaar war ordentlich gekämmt, oft gescheitelt, sehr gepflegt und kam gut an. Der Siegeszug des Schnittes schien unaufhaltsam, bis plötzlich Elvis Presley und die Beatles kamen: Dann liefen Haartolle und Pilzkopf der markanten Militärfrisur den Rang ab. Das große Comeback ließ aber nicht allzu lange auf sich warten. In der Hochzeit des Hip-Hop, also in den Achtzigerjahren und den frühen Neunzigern, wurde der Fade Haircut neu aufgelegt (als hochgewachsener Flattop, die Bürstenfrisur) und letztlich zum Markenzeichen einer prägenden Subkultur.

Und wie sieht’s heute aus? In 2016 behauptet sich der Haarschnitt bei den Herren erneut. Das Beste daran: Um ihn zu tragen, müssen Sie weder Soldat noch Hip-Hopper sein. Der Kult-Cut hat sich nämlich zur echten Gentleman-Frisur gemacht. Und ergänzt jeden Look perfekt. Ganz individuell geschnitten, passend zum Typ und Stil, kann Fade Hair klassisch, cool oder extravagant wirken. Noch ein Vorteil: Dieser Trendhaarschnitt wirkt viel weniger radikal als ein Undercut, da die Übergänge zu den rasierten Bereichen fließend sind.

Was den Haarschnitt genau ausmacht und welche Fade-Varianten es gibt, erklären wir hier:

Classic Fade
Die Grundform des Fade Haircuts: Das Haar ist klassischerweise am Oberkopf mehrere Zentimeter lang und wird nach unten hin immer weniger, quasi ausgeblendet. Da bei dem kürzer werdenden Haar mehr und mehr die Haut durchschimmert, wirkt auch die Haarfarbe zum Hals hin immer heller. Das unterstützt den charakteristischen Fade-Effekt (engl.: to fade = verblassen, ausblenden) und markiert den fließenden Übergang von lang zu microkurz. Damit auch der Haarabschluss perfekt ausläuft, wird dort mit dem Rasierer gearbeitet. Der Classic Fade steht für einen modernen Look, der immer und überall angesagt ist. Wenn Sie aber ein Statement setzen möchten, können Sie der Frisur mit einrasierten oder -gefärbten Haarmustern einen eigenen Stempel aufdrücken.
 

Low Fade
Diese Variante ist noch eine Spur subtiler als der Fade-Klassiker. Die gekürzte Partie beginnt beim Low Fade merklich tiefer, der Verlauf von lang zu kurz ist noch feiner verblendet. Bartträgern steht dieser Schnitt besonders gut, weil es keine harten Kontraste und Linien gibt. Kopfhaar und Bart erscheinen wie aus einem Guss.
 

Scissor Fade
Wie der Name bereits andeutet, wird der Scissor Fade nur mit der Schere geschnitten. Haartrimmer und Rasierer kommen hier nicht zum Einsatz. Da mit der Schere keine besonders tiefen Einschnitte und Kontraste entstehen können, ist der Haarschnitt weniger auffällig – für Fade Haircut-Anfänger also ideal.
 

Mid Fade
Maskulin und markant: Diese Fading-Form erinnert am stärksten an den ursprünglichen Look. Das Haar wird beim Mid Fade an den Seiten und am Hinterkopf sehr kurz getrimmt. Der Übergang zur oberen Haarpartie, die etwas länger bleibt, beginnt über den Ohren. Insgesamt erscheint diese Frisur sehr akkurat und geradlinig, trotzdem haben Sie beim Styling noch etwas Spielraum. Sie können zum Beispiel einen Seitenscheitel ziehen oder das Haar mit etwas Gel nach hinten frisieren.
Der Fade-Effekt funktioniert auch in knackigen Shortcuts. Die Ausblendung sollte dafür aber nicht zu tief einsetzen, damit der kernige Look optimal zur Geltung kommt. Minimalistisch und maskulin!
 

High Fade
Der High Fade zeichnet sich durch einen auffälligen Kontrast zwischen den unterschiedlichen Haarlängen aus und ist damit die gewagtere Version des Trendschnitts. Die längeren Haare am Oberkopf heben sich deutlich vom raspelkurz getrimmten Resthaar ab. Ausgeblendet wird bei dieser Fade-Variante nur die untere Kopfpartie, die zusätzlich an der Haarlinie ausrasiert wird.

Fade Haircuts: Der Herrenhaar-Hit 2016

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